Erfahrungsberichte

Mein Einsatz: Lernhelfer

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dabei bekommt man Einblicke in viele Bereiche des Werkes

…das habe ich in Kenia immer wieder festgestellt! Manchmal auf eine ganz andere Art und Weise als ich es erwartet hätte. Ich bin Tabea, 19 Jahre alt, und war für elf Monate als Lernhelferin auf der DIGUNA-Station in Mbagathi. Gleich zu Beginn meiner Zeit fuhren wir „Neueinsteiger“ gemeinsam auf einen Einsatz zum Stamm der Pokot. Auf dem Rückweg blieb unser LKW „Hiskia“ in einem Fluss stecken, sodass wir nicht weiterfahren konnten. Vergebens probierten wir, das Fahrzeug hinaus zu bewegen. Es gab weit und breit kein Anzeichen von Hilfe: keine Straße, kein Telefonnetz, kein ADAC oder Ähnliches. Es war aussichtslos.So wanderten wir Mädels zum Dorf zurück und die Jungs blieben über Nacht am Fluss. Am nächsten Morgen sahen wir sie aber nirgends, auch unser LKW war unauffindbar. Als wir am späten Nachmittag gerade unser Abendessen gut verpackt hatten und Richtung Fluss losgingen, kamen uns vier Jungs entgegen und riefen, dass Hiskia unterwegs sei! Mitten im Nirgendwo kam ein Unternehmer mit einem LKW plus Planierraupe oben drauf vorbei, mit deren Hilfe der Truck aus dem Fluss gezogen werden konnte. Jedes Mal wenn ich darüber nachdenke, wundere ich mich, wie unwahrscheinlich es war, an diesem Ort eine Planierraupe zu sehen. Aber ich bin davon überzeugt, dass es auch gar nicht wahrscheinlich sein muss, denn Gott ist nicht berechenbar. Er war Herr der Situation. Ich habe immer wieder gelernt, dass man sich jeden Tag neu entscheiden muss: Lasse ich zu, dass Gott der Herr, über alle Situationen ist, oder versuche ich selber alles unter Kontrolle zu haben? Tatsache ist, dass ich früher oder später an meine Grenzen stoße.

Egal, ob bei Jugendcamps, in der Jüngerschaftsschule, im Kids-Club oder beim Sportturnier - Gott schreibt Geschichte! Gott schreibt Geschichte durch DIGUNA. Durch Menschen, die sich gebrauchen lassen, um sein Reich hier auf der Erde zu bauen. Und ER kann auch auf krummen Linien gerade schreiben.

T. Irle

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