Erfahrungsberichte

Nachhaltig

Es war eine Art „Pionierprojekt“ und dessen Wirkung

Von Dezember 2014 bis Mai 2015 organisierten wir im Tschad eine Trompetenschule für sechs Monate. Es war eine Art „Pionierprojekt“. Denn in diesem Land ist die Blasmusik noch sehr unbekannt gewesen und es war ein sehr große Herausforderung für uns und auch für unsere Schüler. Nach dieser schweißtreibenden und auch sehr anstrengenden Zeit absolvierten zwanzig unserer Schüler die Schulung zum Evangelisten inklusive Blasinstrument erlernen. Wir verließen sie, um zu sehen was sie aus dem gelernten machen werden! Sie versprachen uns, weiter zu machen, dran zu bleiben und sich regelmäßig zu treffen und Einsätze durchzuführen. Ich dachte, wenn vielleicht zehn von ihnen weiter üben und in Gottesdiensten spielen, wäre das ein großer Erfolg. Wir beteten seitdem regelmäßig dafür, dass diese langen sechs Monate nicht vergebens waren und sie weiter machen.

In diesem Jahr Ende Februar/ Anfang März organisierten wir eine Freizeit im Tschad für Bläser. Ich reiste gemeinsam mit Bläsern aus Deutschland für drei Wochen in den Tschad. Wir wollten zusammen mit den afrikanischen Musikern spielen und auch Evangelisationseinsätze durchführen. Im Vorfeld nahmen wir natürlich auch Kontakt zu unseren damaligen Schülern auf. Es überraschte uns zu hören, dass es noch 16 Bläser gab, die weiter gemacht hatten. Sie trafen sich gemeinsam um die Lieder zu üben und spielten auch ab und zu bei Evangelisationseinsätzen. Wir sind Gott von Herzen dankbar, dass unsere Arbeit über fast ein Jahr Frucht getragen hat und noch trägt. Bei der Freizeit mussten wir zwar in einigen Bereichen neu beginnen, weil sie doch vieles vergessen hatten, aber ich glaube, es hat auch einen neuen Aufschwung gegeben.

Wir hoffen und beten, dass diese Arbeit auch auf lange Sicht Frucht tragen wird. So etwas mit zu erleben bestärkt mich selbst in meiner Arbeit sehr. Daran merke ich, dass Gebet und mit Gott in Kontakt bleiben, sehr wichtig ist. 

Simon H.