Erfahrungsberichte

So war's: Aktivurlaub Tschad

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Gott ist groß, heilig und allmächtig….

Jeder Mensch wird von ihm unendlich geliebt und jeder ist ihm unendlich wertvoll, der Hammer!

Dies durfte ich auf der Freizeit für Holzfäller, Bauarbeiter und Bläser erfahren, wie es auch in Psalm 139 steht.

Hättest du nicht Lust?«, kam eines Tages ein Freund fragend auf mich zu, und plötzlich ging alles ganz schnell. Es waren noch drei Monate bis zum Abflug, und so dachte ich mir: „Wenn es Gottes Wille ist, dann wird er mich schon dorthin bringen.“ Flug gebucht, der Antrag für das Visum verschickt und alles war am Laufen, so dachte ich. Aber ich wartete! Zwei Wochen vergingen und nichts geschah, vier Wochen, fünf Wochen und das Visum traf nicht ein. Ich betete! Ich bat Gott um sein Handeln, denn was konnte ich noch tun? Zwei Wochen vor Abflug rief ich dann auf der Botschaft an. Dort war ein „Franzose“ am Apparat (die Sprache sollte man können)! Schnell einen lieben Bruder als Dolmetscher engagiert und dann war beim wiederholten Anruf ein „Deutscher“ in der Leitung mit der Aussage: Man dachte, ich würde das Visum in Berlin persönlich abholen. Und das als Schwabe nahe Stuttgart?! In den nächsten Tagen ging dann alles schief, was nur schief gehen konnte: erst Verständigungsprobleme, dann Expressbriefe mit dem Rückporto, die bei der Post falsch aufgegeben wurden und bei mir Zuhause ankamen! Die Zeit wurde immer knapper. War es doch nicht Gottes Plan? Langsam wurde ich unsicher. Doch – gepriesen sei der Herr! – zwei Tage vor Reisebeginn kamen dann die lang ersehnten Unterlagen und es konnte losgehen.

Im Tschad angekommen, war ich sehr beeindruckt, wie Gott so unterschiedliche Menschen zusammenstellt und untereinander Gemeinschaft schenkt. Jeden befähigt er, sein Bestes nach seinen Gaben und Fähigkeiten zu geben. Die einen schnitten in atemberaubender Höhe – frei schwebend – Äste von den Bäumen ab, die einen Durchmesser von bis zu 60 cm hatten, andere sorgten für Essen, wuschen Wäsche und gaben Unterricht für die einheimischen Kinder. Auch war Einiges an den Häusern innen und außen zu richten. Die missionarischen Einsätze mussten vorbereitet werden, worauf auch mein Schwerpunkt lag. So probten wir erst unter uns Bläsern und nach ein paar Tagen, als die einheimischen Bläser zu uns kamen, übten wir gemeinsam.

Schon nach kurzer Zeit wusste jeder von uns, was zu tun war: Die jeweilige Kirche anfahren, die Geräte wie Generator, Ton und Leinwand aufbauen. Das Ganze war für mich sehr beeindruckend, besonders wie schnell auf- und abgebaut war. Anfangs spielten wir ein paar Choräle – zum Teil auch während wir marschierten –, dann wurde der Jesus-Film in der jeweiligen Sprache gezeigt. Zu Beginn waren manches Mal nur sehr wenige Besucher da und ich dachte, welch riesiger Aufwand für so wenig Menschen. Aber dann schenkte Gott, dass nach und nach ein paar hundert Menschen zusammen kamen. Ich war beschämt über meinen Unglauben und staunte über Gottes Größe. Jeder Mitarbeiter hatte mit ganz verschiedenen Dingen zu kämpfen: Durchfall, Malaria, ungewohnte Kultur und vor allem mit der ungeheuren Hitze (an manchen Tagen bis zu 45 Grad). Jedes Lüftchen, selbst ein kühles Glas Wasser oder einfach nur frisches Obst wie Ananas, Mango und Melone wurde genossen und gefeiert.

Mir wurde wieder neu bewusst, in welchem Überfluss wir Zuhause leben! Gott liebt jeden Menschen und möchte alle zu sich ziehen, verändern und gebrauchen, auch dich! Lassen wir es zu?

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