Erfahrungsberichte

So war's: Baueinsatz in Kenia

„Nach 2011 und 2013 war es mein dritter Baueinsatz, an dem ich bei DIGUNA in Afrika teilgenommen habe. Dieses Mal war es sogar vier Wochen lang.

Unser Bauteam war eine gemischte Gruppe von 28 Personen. Unser Ziel war es, das bestehende Kirchengebäude um die Hälfte zu erweitern...“

Suche einmal den Ort KARARE im Volksstamm der Samburu, in Nord Kenia! Der liegt an der A2 von Nairobi nach Adis Abeba. Du wirst überrascht sein, dass dort überhaupt Menschen leben!  In einer Zeit, in der die letzten Volksgruppen dieser Welt mit der Guten Nachricht von Jesus Christus bekannt gemacht werden, und in der selbst Nomaden ihre Stammeskonflikte nur durch die Kraft der Vergebung erfolgreich bewältigen, da bitten einheimische Christen um Unterstützung und Hilfe, ihre Gemeinden auszubauen.

DIGUNA ist bekannt für außergewöhnliche Aktionen.In den vergangenen Jahren haben verschiedene DIGUNA-Teams in der Region einige Projekte verwirklicht. Es wurden Schulen, Kirchen und eine Klinik gebaut sowie manche Wasserprojekte durchgeführt. Teilnehmer dieser Baueinsätze erlebten echte Abenteuer, die prägend für ihre Zukunft sind.  Auch in diesem Winter wurde das Geld für eingesammelte Tannenbäume und aus anderen Quellen in Deutschland dazu genutzt.

 

Jens Wirth, ein Bauingenieur aus Haiger erzählt: Unser Bauteam war eine gemischte Gruppe von 28 Personen, aus sechs verschiedenen Gemeinden in Deutschland, einer aus den USA, Team-Leute aus Tinderet und Mbagathi sowie zehn einheimische Christen aus zwei Gemeinden im Norden Kenias.  Wir verließen die Missionsstation in Mbagathi früh morgens mit dem Mercedes LG 315. Das Allrad-Fahrzeug (Baujahr 1959) stammt aus den Bundeswehrbeständen und trägt den Namen HISKIA. Die Strecke von ca. 600 km bewältigten wir in 15 Stunden. Dieses Mal hatten wir sogar zwei Fahrer: Max und Rudi, beide gehören zum DIGUNA-Team in Mbagathi/ Kenia.  Es begleiteten uns drei junge Afrikaner, die in der Handwerksschule in Tinderet ihre Ausbildung zum Maurer absolviert hatten. Es war eine Freude zu sehen, wie motiviert gerade diese Jungs waren und wie sie vollen Einsatz zeigten.

 

Unser Ziel war es, das bestehende Kirchengebäude um die Hälfte zu vergrößern, da der alte Gemeinderaum einfach zu klein für die wachsende Gemeinde war. Die örtliche Gemeinde in Karare hat in den letzten paar Jahren auch noch einiges an Geld gesammelt, so dass die Unkosten für Kies, Steine, Sand, Wasser und Betonblocks von der Kirche finanziert wurden. Es wurden also Fundamente gegraben, die Giebelwand entfernt und mit den schon vorgefertigten Steinen die Mauern aufgebaut. Im ganzen Norden des Landes Kenia herrschte eine akute Trockenheit. Trotzdem konnten wir genügend Wasser für die Baustelle und für uns heranschaffen.

Wir waren ein super Team, haben uns gut verstanden und so konnte das Projekt schneller wie erwartet fertiggestellt werden.  Wir besuchten danach noch die DIGUNA-Kinderheime im Westen des Landes, bestaunten eine Herde von Elefanten aus nächster Nähe und wurden mit vielen außergewöhnlichen Dingen beschenkt. Ich freue mich schon auf den nächsten Einsatz….

 

 

Jens W.