Vom 09.11. September fand ein großes Wiedersehen in Haiger statt. Einige der Kurzzeitler, die 2021/2022 einen Einsatz in Afrika mit uns gemacht hatten, kamen zu unserem Comeback-Wochenende. Es war genial, diese Freude miterleben zu dürfen! Der Speisesaal war bis auf den letzten Platz belegt und ein großes Hallo beim Abendessen brachte allen die Zeit in Afrika wieder zurück in Erinnerung. Am Freitagabend, nach einem Lobpreisteil, durften die Rückkehrer sich den anderen vorstellen und ihre Afrika-Zeit mit zwei Bildern zusammenfassen. So entstand ein großes Bild von Gottes Segen und spannenden Erlebnissen.
Für viele Kurzzeitler war der Arbeitseinsatz in dem Pokot-Gebiet die prägendste und herausforderndste Zeit. Das hautnahe Miterleben von Gottes Kraft und Beistand, das bleibt hängen! Fehlendes fließendes Wasser, kein komfortables Bett und harte schwere Arbeit bringen einen an seine Grenzen und rücken den Blickwinkel auf Gott und seine Kraft. Hier wurde klar, dass es nicht aus sich selber heraus möglich ist das durchzustehen, ansonsten wären viele schon vorzeitig wieder abgereist.
Wie oft erkennen wir nicht, wo Gottes Segen fließt, und rennen weiter durch unser Leben. Mich hinzusetzen und mir nochmals Gedanken über das Comeback-Wochenende zu machen, lässt mich den Segen erkennen, der sichtbar wurde durch wertvolle Gespräche, geteilte Gedanken, vertrautes Miteinander, neues Kennenlernen und eine in Christus fundierte Gemeinschaft. Selber die Kraft Gottes für die eigenen Aufgaben miterleben zu dürfen und einfach nur Danke sagen zu können, das ist Gott mitten im Alltag erleben.

Dass Jesus Leben rettet, wissen wir schon lange. Dennoch wurden selbst wir neu ins Staunen versetzt, als wir miterleben durften, wie er Anfang dieses Jahres einer kenianischen Frau gleich in zweifacher Hinsicht das Leben rettete!

Rita (Name geändert) hat einen achtjährigen Sohn, der eine schwere Krankheit durchmachen musste. Die Behandlungskosten waren aus Ritas Sicht unbezahlbar, erst recht, weil sie keine Arbeit hatte. Sie war verzweifelt und sah keinen Sinn mehr im Leben. Darum schrieb sie einen Abschiedsbrief, zerstörte die SIM-Karte aus ihrem Handy und zog bei Einbruch der Dunkelheit mit ihrem Jungen los, um sich gemeinsam mit ihm von einem Felsen zu stürzen.

Auf ihrem Weg kam sie an der DIGUNA-Station Mbagathi vorbei und hörte christliche Lieder. Das Mbagathi-Team macht ab und zu einen Lobpreisabend mit Andacht, zu dem sich jedermann aus der Umgebung dazugesellen darf. An diesem Abend hielt Rita beim Klang der Musik inne und setzte sich dazu. Tränen liefen ihr übers Gesicht, als sie von Jesus und seiner Liebe hörte. Sie bat einen unserer Mitarbeiter um ein Gespräch. Nachdem sie ihre Geschichte erzählt hatte, betete sie und nahm das Geschenk der Rettung durch Jesus für sich an. Jesus bewahrte Rita also nicht nur davor, ihrem irdischen Leben ein Ende zu bereiten, sondern gab ihr auch noch das ewige Leben, das über den Tod hinausgeht!

Am nächsten Tag war Rita eine völlig veränderte Frau, fröhlich und hoffnungsvoll. Wir führten noch weitere Gespräche mit ihr und nun kommt sie zu den Gottesdiensten und bringt ihren Sohn in die Kinderstunde. Sie ist für uns alle ein Zeugnis, wie die Begegnung mit Jesus eine aussichtslose Lage in ein neues Leben verwandeln kann.

Hallo. Mein Name ist Elisabeth und ich bin seit letztem September als Kurzzeitlerin in Kenia.

Momentan befinde ich mich auf der Diguna-Station in Ngechek und arbeite hier als Lernhelferin. Das bedeutet, dass ich den Missionarskindern mit ihren Schulaufgaben helfe und sie beim Lernen unterstütze.

Wie sieht dein Alltag in Kenia aus?

Wir treffen uns unter der Woche jeden Vormittag in einem bestimmten Raum, der unser Klassenzimmer ist. Zurzeit besteht unsere kleine „deutsche Schule“ aus einer Drittklässlerin, einem Fünftklässler und mir. Gestartet wird mit einer kurzen Andacht und einem Gebet, dann konzentriert sich jeder auf seine Aufgaben.
Die Materialien der Fernschule, die wir durchgehen, sind übersichtlich und ziemlich selbsterklärend, was mir das Unterrichten sehr erleichtert. Neben dem normalen Unterrichtsstoff gibt es auch kreative Aufgaben, auf die wir uns immer besonders freuen.

Nachmittags habe ich die Möglichkeit, an der kenianischen Schule Deutsch als Fremdsprache und Kunst zu unterrichten. Diese Schule liegt ebenfalls auf dem Missionsgelände. Die meisten Schüler dort sind Heimkinder. Hier fordert mich das Unterrichten manchmal heraus, weil sich das kenianische Schulsystem doch stark von unserem deutschen unterscheidet. Trotzdem bin ich sehr dankbar, diese neuen Erfahrungen zu sammeln.
Meine Freizeit verbringe ich gern mit den Kindern auf dem Spielplatz oder genieße die gute Gemeinschaft im Team. Ansonsten mache ich auch immer wieder bei Evangelisationseinsätzen mit.
Ich bin Gott sehr dankbar, dass er mich an diesen Ort gestellt hat!

In der AIC DIGUNA Rainbow Berufsschule bilden wir junge Menschen in praktischen Berufen aus.

Mit einer Patenschaft übernehmen Sie einen Teil der Ausbildungskosten und geben einem jungen Menschen die Möglichkeit, für sich und seine Familie zu sorgen.

Schenken Sie Hoffnung – für eine bessere Zukunft!

Hier erfahren Sie, wie Sie die Berufsschule konkret unterstützen können.

David Pelion

Hallo, mein Name ist David Pelion. Ich bin 22 Jahre alt und komme aus Ost-Pokot (Tiaty). Seit dem 18. Januar 2022 besuche ich den Maurer-Kurs an der AIC DIGUNA Rainbow Berufsschule.

Schon seit der Grundschule wollte ich unbedingt einen Maurer-Kurs machen. Als ich die High School abgeschlossen hatte, reichte jedoch unser Geld nicht mehr aus, mir auch noch eine Ausbildung zu finanzieren. Meine Mutter ist alleinerziehend und hat keine feste Arbeitsstelle. Zwei Jahre lang arbeitete ich als Aushilfskraft auf Baustellen, um sie zu unterstützen und um meinen Geschwistern den Schulbesuch zu bezahlen.

Ich bin Gott so dankbar, dass er mir dieses Jahr die Möglichkeit eröffnet hat, eine Ausbildung an der Rainbow Berufsschule anzufangen, und ich werde mein Bestes geben, den Abschluss zu schaffen!

Vielen Dank, dass Sie mir durch Ihre Unterstützung diese Chance geben. Möge Gott Sie segnen.

Sophy Lomatong

Mein Name ist Sophy Lomatong. Ich komme aus Amaya in Pokot und bin 20 Jahre alt. Seit dem 18. Januar 2022 darf ich an der AIC DIGUNA Rainbow Berufsschule eine Ausbildung zur Bekleidungsherstellerin machen.

Ich stamme aus einer sechsköpfigen Familie. Wir hatten es sehr schwer, weil meine Mutter alleinerziehend und arbeitslos ist. Ich konnte nur bis zur 4. Klasse in die Schule gehen, da das Geld nicht reichte.

Für mich ging ein wahrer Traum in Erfüllung, als ich erfuhr, dass ich eine Ausbildung zur Schneiderin machen kann. Ich danke Gott für diese Gelegenheit und werde mir alle Mühe geben, einen guten Abschluss zu erwerben, um meiner Mutter und meinen Geschwistern zu helfen.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich hierbei unterstützen würden.

Was waren deine Aufgaben in Afrika?

Meine Aufgaben in Afrika waren sehr vielfältig. Meine Hauptaufgabe bestand darin, als Lernhelferin einen zehnjährigen Missionarsjungen in der vierten Klasse zu unterrichten. Außerdem habe ich das Programm für unser kongolesisches Kinderradio geschnitten, durfte regelmäßig Andachten machen, Kinderprogramme mit vorbereiten, im Haushalt mitarbeiten und etwa ein Mal im Monat auf Schul- und Filmeinsätze in den „Busch“ fahren.

Was machst du jetzt?

Theologie Studium an der FTH Gießen

Wo warst du und wie lange?

In der Demokratischen Republik Kongo für 13 Monate

Was bedeutet Mission für dich?

Mission bedeutet für mich, Jesus dort zu bezeugen und ihm mit meinen Gaben zu dienen, wo er mich hinstellt – sei es Afrika, Asien oder Deutschland. Wir sind alle Missionare mit dem Auftrag „Jünger zu machen“ und Gott hat uns dazu schon alles gegeben, was wir brauchen. Dabei dürfen wir uns mutig herausfordern lassen, selber lernen und wachsen in der Gewissheit, dass Jesus bis ans Ende der Welt bei uns ist.

Was hat der Einsatz mit dir gemacht?

Durch meinen Einsatz im Kongo habe ich erst bemerkt, was für eine gute Nachricht wir eigentlich haben, nach der sich Menschen aus allen Kulturen und Sprachen sehnen. Kulturell habe ich gelernt, dass weder die afrikanische noch die deutsche Kultur perfekt ist und wie wertvoll es ist, voneinander zu lernen und dankbar zu sein. Außerdem durfte ich meine Begabungen, aber auch meine Schwächen besser kennenlernen und mich ausprobieren, zum Beispiel in der Arbeit mit Kindern. Diese und noch viele weitere Erkenntnisse kann ich jetzt in auch in Deutschland einbringen.

Für ganze 5 Wochen waren wir mit einem DIGUNA-Team auf Campaign.

Unter Campaign versteht man einen Einsatz außerhalb der Station. In unserem Fall sind wir für einen Bau-Einsatz nach Pokot gefahren. Das ist ein Stamm im Westen Kenias. Dort ist es meistens sehr heiß und wir waren dort mitten in der Wüste! Kinder kletterten auf Bäume, um die letzten grünen Blätter zu pflücken, damit sie die Tiere füttern konnten.

Die Fahrt dauerte einen ganzen Tag. Immer wieder werden solche Einsätze geplant; es waren bereits zwei Teams vor uns da. Insgesamt sind zwei Projekte geplant. Zum einen eine
Kirche zu bauen, da sich die kleine Gemeinde bisher unter einem Baum trifft. Zum anderen ein Zufluchtshaus für Mädchen.

Es gibt dort kein Strom, kein fließendes Wasser und kein Internet. Wir haben über dem Feuer gekocht, auf dem Boden geschlafen und uns im Fluss gewaschen und geduscht. Es war definitiv ein Abenteuer und eine Herausforderung. Zudem war es aber auch ein Privileg, mitzugehen und eine Kirche zu bauen.

Gerne könnt ihr dafür beten, dass Gott die kleine Gemeinde segnet und noch viele zum lebendigen Glauben kommen.

Liebe Grüße aus Kenia von Josia

Was waren deine Aufgaben in Afrika?

Zu meiner Hauptaufgabe gehörte es, die ehrenamtlichen Mitarbeiter aus den umliegenden Gemeinden im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit zu schulen. Dabei war es wichtig, diese Mitarbeiter dahingehend zu sensibilisieren, Gottes Wort der Zielgruppe entsprechend authentisch zu vermitteln.
Außerdem habe ich regelmäßig Andachten in mehreren nahegelegenen Gefängnissen mitgestaltet.

Was machst du jetzt?

Ich arbeite mittlerweile wieder in meinem Beruf als Erzieher in einer stationären Wohngruppe für Kinder und Jugendliche in der Nähe meiner Heimatstadt.

Wo warst du und wie lange?

Ich war von Anfang 2015 bis Mitte 2018 auf der Diguna-Station in Arua/Uganda. Insgesamt war ich knapp 4 Jahre bei Diguna.

Was bedeutet Mission für dich?

Mission hat für mich ganz stark einen Charakter von Beziehung. Dabei möchte ich Gottes bedingungslose und grenzenlose Liebe meine Mitmenschen ganz praktisch erfahren lassen, indem ich IHM und auch meinem Nächsten so diene, wie er es braucht. Das ist für mich der Kerngedanke von Mission.
Meine Überzeugung ist: Je stärker wir uns als Christen danach ausstrecken, Jesus ähnlicher zu sein und ihn in unserem alltäglichen Leben zum Ausdruck kommen lassen, desto mehr werden unsere Mitmenschen diesem lebendigen Gott begegnen.

Was hat der Einsatz mit dir gemacht?

Durch meinen Einsatz bin ich für sehr viele Dinge, die mir lange selbstverständlich erschienen, deutlich dankbarer geworden. Ich würde auch behaupten, dass ich geduldiger und gelassener geworden bin und die wesentlichen Dinge besser erkennen und mich darauf besinnen kann. Der tiefe Einblick in eine vollkommen andere Kultur ist ein Schatz, der mein Leben nachhaltig bereichert und prägt.

Die Bibel. Eine Bibliothek mit Geschichten, in denen Gott sich uns zeigt. Ein Buch, das Leben verändert, weil Gott zu uns spricht. Es will gelesen, entdeckt und gelebt werden.

Darum freuen wir uns sehr, dass wir zwischen den Lockdowns wieder einen Jüngerschaftskurs anbieten konnten. Viele junge Leute – mehr als wir aufnehmen konnten – wollten dabei sein. Die Gruppe war bunt gemischt. Aber alle hatten das gleiche Ziel: Jesus besser kennenlernen!

Manche von ihnen sind christlich aufgewachsen, haben ein gutes Elternhaus oder waren sogar in unseren Kinderheimen. Andere dagegen kommen von der Straße; ihr Hintergrund ist geprägt vom Alkohol- und Drogenkonsum oder sie leben in schwierigen Familienverhältnissen.

Angst, Verzweiflung, Kriminalität und Gewalt sind oft an der Tagesordnung. Nicht immer können wir sofort erkennen, was sie bewegt, was sie durchgemacht haben und wo sie Befreiung durch Jesus erleben müssen. Darum sind wir von Herzen dankbar, dass Gott es weiß, sie berühren, heilen und verändern kann.

Die zehn Wochen Bibelkurs waren intensiv und die jungen Leute haben die Zeit mit Eifer genutzt, um Jesus besser kennenzulernen und zu erfahren, was es heißt, von ihm verändert zu werden und mit ihm im Alltag zu leben.

Acht der Teilnehmer haben sich neu entschieden, mit Jesus zu leben. Auf der Absolvierungsfeier konnten sie aus vollem Herzen von Gottes Größe singen. Hakuna mungu kama wewe! Es gibt keinen Gott wie dich!

Wir wünschen uns und beten, dass sie weiter im Glauben gefestigt werden, dass sie als Jünger Jesu mit Freude von ihm weitererzählen und wir weiteren jungen Menschen Gottes Wort, die Bibel, lieb machen können.





Die Station Tinderet hat in den vergangenen Monaten eine dreiwöchige Hilfsaktion rund um den Baringo-See durchgeführt. Die ca. 150 Familien, welche von der damaligen Überschwemmung betroffen sind, befinden sich immer noch in der Notunterkunft. Wir möchten bei ihnen Brunnen bohren, damit sie kein Wasser mehr einkaufen müssen. Zudem sind diese Familien auf Spenden für den Lebensunterhalt angewiesen. In den kommenden Wochen werden wir erneut mit einem Team vor Ort sein, um eine Evangelisation zu dem Thema „Lebendiges Wasser“ durchzuführen.

Was waren deine Aufgaben als Theologe in Afrika?

Meine Aufgabe bei DIGUNA war es, ein Theologisches Schulungsprogramm (BASED) für alle Mitarbeiter von DIGUNA übergreifend für alle Stationen zu organisieren und durchzuführen.

Was machst du jetzt?

Ich bin Lehrer für Neues Testament an der Bibelschule Brake.

Wo warst du und wie lange?

Wir waren als Familie 5 Jahre in Mbagathi/Kenia.

Was bedeutet Mission für dich?

Mission bedeutet in erster Linie für mich, dort zu sein, wo Gott mich hingesendet hat – sei es auf meinem Arbeitsplatz, in meinem Umfeld, im In- oder Ausland. Dabei habe ich den klaren Auftrag, Jesus bekannt zu machen.

Was hat der Einsatz mit dir gemacht?

Durch meinen Einsatz in Kenia konnte ich einen tiefen Einblick bekommen, wie unterschiedlich Mission laufen kann. Der überkulturelle Dienst war eine große Bereicherung für meine Charakterbildung. Dass Gottes Reich viel bunter und vielfältiger ist, wurde mir auch dadurch bewusst, indem Christus im Zentrum steht.