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Dass Jesus Leben rettet, wissen wir schon lange. Dennoch wurden selbst wir neu ins Staunen versetzt, als wir miterleben durften, wie er Anfang dieses Jahres einer kenianischen Frau gleich in zweifacher Hinsicht das Leben rettete!

Rita (Name geändert) hat einen achtjährigen Sohn, der eine schwere Krankheit durchmachen musste. Die Behandlungskosten waren aus Ritas Sicht unbezahlbar, erst recht, weil sie keine Arbeit hatte. Sie war verzweifelt und sah keinen Sinn mehr im Leben. Darum schrieb sie einen Abschiedsbrief, zerstörte die SIM-Karte aus ihrem Handy und zog bei Einbruch der Dunkelheit mit ihrem Jungen los, um sich gemeinsam mit ihm von einem Felsen zu stürzen.

Auf ihrem Weg kam sie an der DIGUNA-Station Mbagathi vorbei und hörte christliche Lieder. Das Mbagathi-Team macht ab und zu einen Lobpreisabend mit Andacht, zu dem sich jedermann aus der Umgebung dazugesellen darf. An diesem Abend hielt Rita beim Klang der Musik inne und setzte sich dazu. Tränen liefen ihr übers Gesicht, als sie von Jesus und seiner Liebe hörte. Sie bat einen unserer Mitarbeiter um ein Gespräch. Nachdem sie ihre Geschichte erzählt hatte, betete sie und nahm das Geschenk der Rettung durch Jesus für sich an. Jesus bewahrte Rita also nicht nur davor, ihrem irdischen Leben ein Ende zu bereiten, sondern gab ihr auch noch das ewige Leben, das über den Tod hinausgeht!

Am nächsten Tag war Rita eine völlig veränderte Frau, fröhlich und hoffnungsvoll. Wir führten noch weitere Gespräche mit ihr und nun kommt sie zu den Gottesdiensten und bringt ihren Sohn in die Kinderstunde. Sie ist für uns alle ein Zeugnis, wie die Begegnung mit Jesus eine aussichtslose Lage in ein neues Leben verwandeln kann.

Hallo. Mein Name ist Elisabeth und ich bin seit letztem September als Kurzzeitlerin in Kenia.

Momentan befinde ich mich auf der Diguna-Station in Ngechek und arbeite hier als Lernhelferin. Das bedeutet, dass ich den Missionarskindern mit ihren Schulaufgaben helfe und sie beim Lernen unterstütze.

Wie sieht dein Alltag in Kenia aus?

Wir treffen uns unter der Woche jeden Vormittag in einem bestimmten Raum, der unser Klassenzimmer ist. Zurzeit besteht unsere kleine „deutsche Schule“ aus einer Drittklässlerin, einem Fünftklässler und mir. Gestartet wird mit einer kurzen Andacht und einem Gebet, dann konzentriert sich jeder auf seine Aufgaben.
Die Materialien der Fernschule, die wir durchgehen, sind übersichtlich und ziemlich selbsterklärend, was mir das Unterrichten sehr erleichtert. Neben dem normalen Unterrichtsstoff gibt es auch kreative Aufgaben, auf die wir uns immer besonders freuen.

Nachmittags habe ich die Möglichkeit, an der kenianischen Schule Deutsch als Fremdsprache und Kunst zu unterrichten. Diese Schule liegt ebenfalls auf dem Missionsgelände. Die meisten Schüler dort sind Heimkinder. Hier fordert mich das Unterrichten manchmal heraus, weil sich das kenianische Schulsystem doch stark von unserem deutschen unterscheidet. Trotzdem bin ich sehr dankbar, diese neuen Erfahrungen zu sammeln.
Meine Freizeit verbringe ich gern mit den Kindern auf dem Spielplatz oder genieße die gute Gemeinschaft im Team. Ansonsten mache ich auch immer wieder bei Evangelisationseinsätzen mit.
Ich bin Gott sehr dankbar, dass er mich an diesen Ort gestellt hat!

Was waren deine Aufgaben in Afrika?

Meine Aufgaben in Afrika waren sehr vielfältig. Meine Hauptaufgabe bestand darin, als Lernhelferin einen zehnjährigen Missionarsjungen in der vierten Klasse zu unterrichten. Außerdem habe ich das Programm für unser kongolesisches Kinderradio geschnitten, durfte regelmäßig Andachten machen, Kinderprogramme mit vorbereiten, im Haushalt mitarbeiten und etwa ein Mal im Monat auf Schul- und Filmeinsätze in den „Busch“ fahren.

Was machst du jetzt?

Theologie Studium an der FTH Gießen

Wo warst du und wie lange?

In der Demokratischen Republik Kongo für 13 Monate

Was bedeutet Mission für dich?

Mission bedeutet für mich, Jesus dort zu bezeugen und ihm mit meinen Gaben zu dienen, wo er mich hinstellt – sei es Afrika, Asien oder Deutschland. Wir sind alle Missionare mit dem Auftrag „Jünger zu machen“ und Gott hat uns dazu schon alles gegeben, was wir brauchen. Dabei dürfen wir uns mutig herausfordern lassen, selber lernen und wachsen in der Gewissheit, dass Jesus bis ans Ende der Welt bei uns ist.

Was hat der Einsatz mit dir gemacht?

Durch meinen Einsatz im Kongo habe ich erst bemerkt, was für eine gute Nachricht wir eigentlich haben, nach der sich Menschen aus allen Kulturen und Sprachen sehnen. Kulturell habe ich gelernt, dass weder die afrikanische noch die deutsche Kultur perfekt ist und wie wertvoll es ist, voneinander zu lernen und dankbar zu sein. Außerdem durfte ich meine Begabungen, aber auch meine Schwächen besser kennenlernen und mich ausprobieren, zum Beispiel in der Arbeit mit Kindern. Diese und noch viele weitere Erkenntnisse kann ich jetzt in auch in Deutschland einbringen.

Die Station Tinderet hat in den vergangenen Monaten eine dreiwöchige Hilfsaktion rund um den Baringo-See durchgeführt. Die ca. 150 Familien, welche von der damaligen Überschwemmung betroffen sind, befinden sich immer noch in der Notunterkunft. Wir möchten bei ihnen Brunnen bohren, damit sie kein Wasser mehr einkaufen müssen. Zudem sind diese Familien auf Spenden für den Lebensunterhalt angewiesen. In den kommenden Wochen werden wir erneut mit einem Team vor Ort sein, um eine Evangelisation zu dem Thema „Lebendiges Wasser“ durchzuführen.

Was waren deine Aufgaben als Theologe in Afrika?

Meine Aufgabe bei DIGUNA war es, ein Theologisches Schulungsprogramm (BASED) für alle Mitarbeiter von DIGUNA übergreifend für alle Stationen zu organisieren und durchzuführen.

Was machst du jetzt?

Ich bin Lehrer für Neues Testament an der Bibelschule Brake.

Wo warst du und wie lange?

Wir waren als Familie 5 Jahre in Mbagathi/Kenia.

Was bedeutet Mission für dich?

Mission bedeutet in erster Linie für mich, dort zu sein, wo Gott mich hingesendet hat – sei es auf meinem Arbeitsplatz, in meinem Umfeld, im In- oder Ausland. Dabei habe ich den klaren Auftrag, Jesus bekannt zu machen.

Was hat der Einsatz mit dir gemacht?

Durch meinen Einsatz in Kenia konnte ich einen tiefen Einblick bekommen, wie unterschiedlich Mission laufen kann. Der überkulturelle Dienst war eine große Bereicherung für meine Charakterbildung. Dass Gottes Reich viel bunter und vielfältiger ist, wurde mir auch dadurch bewusst, indem Christus im Zentrum steht.